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Photovoltaik & Solaranlagen: Winnenden rückt in der Solarbundesliga vor


Stuttgart Journal - Trotz der Zunahme der Teilnehmerzahl auf inzwischen 1558 Kommunen in ganz Deutschland konnte Winnenden in der sogenannten Solarbundesliga nach vorne rücken.
Zur kürzlich veranstalteten Siegerehrung auf der Fachmesse Intersolar in München wurden die im Internet präsentierten Daten aktualisiert, so dass Winnenden von Platz 1051 auf Platz 892 vorrückte.
Ursache hierfür war nicht etwa ein schlagartiger Bauboom für Solaranlagen, sondern eine Präzisierung der für das Ranking verwendeten Daten. „Während die installierte Leistung für Photovoltaik (PV) über das Internet sehr gut verfügbar ist, liegen uns zu wenige Daten für die installierten Solarthermie-Anlagen vor.

Unser öffentlicher Aufruf vor einigen Wochen hat leider nur zu vereinzelten Rückmeldungen geführt. Deshalb sind wir auch im Ranking der PV-Anlagen knapp 100 Plätze besser", so ALI-Stadtrat Christoph Mohr, der die örtlichen Daten der Solarbundesliga mitteilt. Mit einer Sonnenkollektorfläche von 0,025 qm/Einw. und einer installierten Photovoltaik-Maximalleistung von 58,8 Watt/Einw. erzielte die Große Kreisstadt 36 Punkte. Zum Vergleich: Der führende Ort der Solarbundesliga, Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog in Schleswig-Holstein hat 4079 Punkte.

Innerhalb der 362 teilnehmenden baden-württembergischen Kommunen rückte Winnenden von Platz 290 auf Platz 266 vor. Im Rems-Murr-Kreis rangieren wir wie bisher auf Platz 6 (von 9), und zwar hinter Welzheim, aber als vorderste aller großen Kreisstädte. „Hier muss ich aber zu Bedenken geben, dass die Daten der anderen fünf Großen Kreisstädte im Kreis mir nicht aktuell erscheinen. Die werden möglicherweise nicht mehr gepflegt", betont Christoph Mohr.

Unter den Mittelstädten in Deutschland (das sind in der Solarbundesliga Kommunen zwischen 20.000 und 100.000 Einwohnern) konnten wir uns von Platz 141 an Oberkirch vorbei auf Platz 101 einordnen, direkt vor uns liegt Remseck am Neckar.
Fazit der ALI Winnenden: „Wir nutzen in Winnenden die Energie der Sonne noch lange nicht hinreichend aus, kleine Kommunen im Kreis wie Alfdorf und Winterbach sind uns weit voraus, und die haben auch nicht weniger Sonne als wir. Wir wissen natürlich, dass es mit der Reduzierung der Solarstrom-Einspeisevergütung weniger attraktiv geworden ist, eine PV-Anlage zu installieren, aber es lohnt sich immer noch. Ganz falsch ist jedoch der Programmstopp des Marktanreizprogramms für Solarthermie, der hoffentlich wieder rückgängig gemacht werden wird."(red/tm)

Hier können Sie diesen Artikel im Original-Content lesen

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Netzkauf als Riesen-Herausforderung Jugendliche interessieren sich für kommunale Stromversorgung auf Einladung der Grünen Jugend Rems-Murr

Leutenbach – Zwar gibt es viele, die umweltbewusst wählen, doch gibt es keinen Jugendverband der Grünen in Leutenbach. Das will Timo Rapp von der Grünen Jugend Rems-Murr ändern. Und siehe da: Mehr als ein Dutzend Jugendliche sind gekommen, um sich zum Auftakt ein Referat zur kommunalen Stromversorgung anzuhören. Die Idee, dass Leutenbach sein Stromnetz übernehmen könnte, stößt auf Interesse. "Leutenbach hat sehr gute Wählerzahlen", sagt Timo Rapp.

Der 19-Jährige engagiert sich für die Grüne Jugend im Kreis und sieht für seinen Heimatort Chancen, einen Jugendverein aufzubauen. Alle ein bis zwei Monate könnte ein Stammtisch stattfinden, "es gibt auch die Möglichkeit, 2014 eine Liste zur Gemeinderatswahl anzumelden", meint Rapp. Es soll ja mal grüne Gemeinderäte gegeben haben, erinnern sich Zuhörer. Mancher ist gekommen, weil "der Timo" geworben hat, andere sind neugierig, einige haben schon selbst gewählt. Zum ersten Stammtisch kommt Verstärkung aus Winnenden: Christoph Mohr, Lehrer am Lessing-Gymnasium und Stadtrat der Alternativen und Grünen Liste, spricht über kommunale Stromversorgung.

Zu Beginn gibt's ein Geständnis: Der 42-Jährige ist gar kein Grüner, sondern parteilos, was mit einem freundschaftlichen "Raus" und Lachen quittiert wird. In bester Stimmung geht es zum Thema. Jede Gemeinde hat auf ihrem Gebiet Stromnetze im Boden liegen, erklärt Christoph Mohr. Dafür, dass Energieunternehmen Strom hindurchleiten, bekommen sie eine Gebühr, Konzession genannt. Mit dem Netzbetreiber haben die Gemeinden Verträge, und die laufen 2012 aus. Damit kann jeder Ort entscheiden, ob er das Stromnetz selbst kaufen und betreiben möchte, ob er die bestehenden Verträge verlängert oder ob er einem Vorschlag des Neckar-Elektrizitäts-Verband (NEV) folgen möchte. Letzterer ist ein Zweckverband, der 167 Kommunen in der Energieversorgung vertritt und das Stromnetz der Süwag mehrheitlich übernehmen möchte. Die Gemeinden wären an Einnahmen wie auch Kosten beteiligt. Eine Variante, die Mohr nicht begeistert. "Energieversorgung ist Daseinsvorsorge", gibt er zu bedenken. Sie könne man wie Schulen in öffentlicher Hand sehen. Die Gemeinden hätten zwar im NEV die Mehrheit, aber die ebenso vertretenen Energieversorger würden sich im Zweifel auf ihre Interessen verständigen, fürchtet Mohr. Eigenes Stadtwerk kann Kaufkraft am Ort bin den Leutenbach könnte auch weitermachen wie bisher, seinen Konzessionsvertrag verlängern und die Gebühr kassieren.Oder sein Stück Stromnetz kaufen und damit Geld verdienen, eine Idee, für die sich Christoph Mohr erwärmt. Man könnte Stadtwerke gründen, die die Energieversorgung übernehmen. Nicht allein.

Winnenden wäre zu klein dafür, Leutenbach sowieso. "Es wäre auch denkbar, dass Winnenden und Leutenbach gemeinsam ein Stadtwerk machen", meint Mohr. Oder Winnenden könnte das Leutenbacher Stromnetz gleich mitkaufen, überlegt die Runde.Dafür, dass Leutenbach sein Netz kauft, spräche, dass Geld und Kaufkraft vor Ort blieben.

Auch Arbeitsplätze würden hier entstehen. Im Kern würde sich das gegen Globalisierung und Anonymisierung richten, findet Mohr. Das gefällt den Zuhörern. Doch wer sein Netzstück kaufen will, muss Wissen für die Stromversorgung einkaufen, die Bürger überzeugen, Kunde im eigenen Stadtwerk zu werden und die Energieversorgung dauerhaft sichern. "Stromausfälle darf man sich nicht leisten", sagt Mohr. "Das ist eine Riesen-Herausforderung." Zumal nicht klar sei, wie sich der Energiemarkt verändert und die Kommune auch für Wartung und Kosten des Netzbetriebs aufkommen müsste. Nur Öko-Strom kann man auch als kommunales Stadtwerk nicht anbieten, denn die Energie darf nicht zu teuer werden, ahnt eine Schülerin. Ein Netzkauf wäre teuer, findet ein Jugendlicher. "Allein der Netzrückkauf kostet mehrere Millionen", bestätigt Mohr. "Da muss am Anfang ein Haufen Geld da sein."Dass Leutenbach nicht auf Rosen gebettet ist, wissen die Gäste. Ein Netzkauf bedeute neue Schulden, meint Mohr, man müsse das aber als Investition sehen.Was kann man tun, um sich dafür einzusetzen, fragt eine Jugendliche. Gemeinderäte ansprechen, in die Sitzungen kommen, empfiehlt Christoph Mohr. Gut möglich also, dass der Gemeinderat Gäste bekommt.

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34.582 Stimmen,
15,44% aller Stimmen
4 Sitze im Gemeinderat.


Die Ali-Winnenden und Bündnis 90/DIE GRÜNEN bedanken sich bei allen BürgerInnen die Ihr Wahlrecht genutzt haben und besonders bei den WählerInnen, die der Ali-Winnenden zu diesem hervorragenden Wahlergebnis in Winnenden verholfen haben.

Herzlichen Dank allen UnterstützerInnen, die  durch Werbung und Kandidatur bei den Kommunal- und Europawahlen, in unserem Wahlkreis zu so einer tollen Verbesserung der Ergebnisse geführt haben.  


Willi Halder, Christoph Mohr,  Sebastian Kiefer und Maria Papavramidou


Alle weiteren Wahlergebnisse finden Sie hier.

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MÄRZ
09

Der 11. März 2009

Tief schockiert und traurig macht uns der Amoklauf am 11. März 2009 in Winnenden. Wir sind uns bewusst, dass ein Großteil unserer kommunalen Arbeit im Gemeinderat der Stadt Winnenden in den nächsten Jahren der Aufarbeitung des Geschehenen und der Folgen dienen wird. Dies wollen wir sachlich und im Interesse der Betroffenen, Schüler, Eltern, Lehrer und unserer Stadt tun. Der Brief der Angehörigenfamilien ist uns Richtschnur und Verpflichtung.

Die Fraktionen von CDU, FWV und ALI im Winnender Gemeinderat